Tipp: Gründe fürs Verweigern



Welche Gründe kann es haben, dass Ihr Baby nicht mehr trinken möchte?

Folgende Checkliste könnte Ihnen vielleicht helfen, das ablehnende Verhalten Ihres Babys zu analysieren:

  • Hat Ihr Baby eine wunde Stelle im Mund, die schmerzhaft sein könnte?
  • Tragen Sie parfümierte Duftstoffe an Ihrem Körper, z.B. von einer Bodylotion oder einem Parfum? Der Duft könnte das Baby durcheinander bringen.
  • Haben Sie eine Salbe oder Creme auf Ihre Brust aufgetragen? Das Baby könnte irritiert sein vom neuen Geschmack der Brustwarze.
  • Können Sie erste Anzeichen einer Erkältung feststellen, wie Halsschmerzen, Ohrenschmerzen oder Schnupfen? Erkältungserscheinungen erschweren dem Baby das Saugen.
  • Hatten Sie in letzter Zeit mit einer Brustentzündung oder einem Milchstau zu kämpfen? In diesem Fall ist die Milch für den Geschmack des Babys zu salzig. Es verweigert die Nahrungsaufnahme. Hier können Sie Abhilfe schaffen, indem Sie die Milch auf der betroffenen Seite ausstreichen und eher auf der anderen Seite stillen. Der salzige Geschmack dürfte sich nach ungefähr einer Woche wieder neutralisieren.
  • Hat Ihr Baby vor kurzem eine Impfung oder eine andere Injektion bekommen? Untersuchen Sie die Einstichstelle auf Entzündungen. Der Einstich könnte dem Baby Schmerzen bereiten.
  • Ist es möglich, dass Sie etwas ungewohntes gegessen haben, dass sich auf den Geschmack der Muttermilch übertragen hat?
  • Haben Sie Ihr Baby zusätzlich mit Fläschchennahrung versorgt? Dann weiß es jetzt vermutlich nicht, an welche Kost es sich halten soll.
  • Könnte es sein, dass schon ein neues Geschwisterchen im Anmarsch ist?
  • Bekommen Sie Ihre Monatsblutung?
  • Mussten Sie Ihre berufliche Tätigkeit bereits wieder aufnehmen? Es kann die Stillharmonie durchaus stören, wenn sich Ihr Baby von Ihnen vernachlässigt fühlt.
  • Kam es für Ihr Baby schon einmal zu einem negativen Erlebnis, als Sie es gerade stillten? Der Schock könnte ihm immer noch in den Knochen sitzen.
  • Fällt es Ihnen schwer, beim Stillen abzuschalten? Viele Kuscheleinheiten könnten für Sie und Ihr Baby nur hilfreich sein. Ziehen Sie sich zum Stillen zurück. Diese zeit gehört nur Ihnen und Ihrem Baby.
  • Hat Ihr Baby einen festgelegten Stillrhythmus oder stillen Sie einfach nach Bedarf?
  • Ist Ihr Milchspendereflex besonders stark ausgeprägt? Das Baby kommt damit vielleicht nicht klar.





Wenn die Geburt noch nicht allzu lange her ist, sollten Sie auch folgende Vermutungen überprüfen:

  • Durch die Liegeposition in der Gebärmutter könnten manche Muskeln des Babys noch ziemlich angespannt sein. Dieses Problem dürfte sich aber in ein paar Tagen von selbst beheben.
  • In manchen Fällen kann ein Geburtstrauma zu Stillproblemen führen. Hat Ihr frisch gebackenes Baby vielleicht ein gebrochenes Schlüsselbein?
  • Waren Sie als werdende Mutter während der Schwangerschaft seelisch sehr gefordert? Es wäre denkbar, dass Sie ein schweres Schicksal zu verarbeiten hatten.
  • Säuglinge reagieren noch sehr sensibel auf Veränderungen. Hat sich in Ihrem privaten Umfeld eine Änderung ergeben? Könnte es sein, dass Sie Ihren Tagesablauf jetzt anders gestalten?



Diese Liste ist natürlich nicht abschließend. Unsere trinken-baby Erfahrung ist: Seien Sie offen für Neues und lassen Sie sich auch durch Ihr Umfeld inspirieren. Nehmen Sie Hilfe an und halten Sie durch.