Tipp: Bei Verweigerung Brust


Was Sie tun sollten, wenn das Baby die Brust verweigert.


Einige Mütter haben diese Situation vielleicht auch schon erlebt. Sie haben die Geburt glücklich überstanden und sind soweit wieder hergestellt. Sie betrachten sich als besonderen Glückspilz, denn die Sache mit dem Stillen hat sich sehr gut eingependelt und das Trinken an der Brust klappt hervorragend. Sie und Ihr Baby sind eben ein perfektes Team.


Sie sehen alles durch die rosarote Brille, bis Ihr Baby eines Tages in Stillstreik tritt. Es verweigert ohne Vorwarnung die Brust. Der Säugling bäumt sich auf, schreit wie am Spieß, wenn er sein Gesicht nur in die Nähe Ihrer Brust kommt und egal wie viel Geduld Sie aufbringen, Sie schaffen es nicht ihn anzulegen.


Für betroffene Mütter bricht jetzt eine Welt zusammen. Sie verstehen das Verhalten ihres Babys als Ablehnung ihr gegenüber. Die Mutter fühlt sich zurückgesetzt und in ihren Gefühlen verletzt.



Trotzdem, oder vielleicht gerade darum ist es jetzt wichtig, dass Sie sich auf der Suche nach dem Grund für dieses Verhalten machen. Erfahrungsgemäß müssen die Eltern hier jede Menge Geduld und Durchhaltevermögen investieren.


Wenn Sie sich in dieser unangenehmen Situation wieder finden ist es am Wichtigsten erstmal die Ruhe zu bewahren. Richten Sie Ihre gesamte Aufmerksamkeit auf das Stillen. Seien Sie mit all Ihren Gedanken bei Ihrem Baby. Nehmen Sie unbedingt Körperkontakt auf. Ihr Baby muss Ihre Haut an seinem Körper spüren.



Unser trinken-baby Tipp:
Probieren Sie ruhig was Neues aus. Vielleicht findet sich so eine Lösung, wie die Brust bei Ihrem Säugling wieder beliebter wird.


Probieren Sie die verschiedensten Lagen zum Stillen aus. Es kann ja sein, dass dem Baby eine Position besonders gut gefällt. Es ist auch nicht verboten, während des Stillens durch den Raum zu wandern. So findet Ihr Schützling schneller die nötige Ruhe.


Welche Brust mag Ihr Baby denn derzeit am liebsten? Bieten Sie Ihm diese zuerst an. Wenn der größte Hunger dann gestillt ist, dürfen Sie Ihm ohne großes Aufsehen auch die andere Brust anbieten. Behalten Sie dabei Ihre Stellung ein.



Massieren Sie die Brust, die Ihr Baby nicht so gerne hat. So wird der Milchspendereflex ausgelöst. Versuchen Sie Ihr Baby zuerst an der nicht bevorzugten Seite anzulegen.


Geben Sie nicht auf und bieten Sie Ihrem Baby immer beide Seiten zum Trinken an. Wenn es dann doch an einer Brust nicht trinken möchte, empfehle ich Ihnen die Milch dann abzupumpen, damit die Milchproduktion nicht ins stocken gerät und die Brust nicht zu prall wird.


Verzichten Sie, so weit es geht auf Kosmetikprodukte. Auch beim Waschmittel sollten Sie jetzt keine Experimente wagen. Erfahrungsgemäß kann es hilfreich sein, wenn Sie die Brust vor dem Stillen mit klarem Wasser abwaschen.


Wenn Ihnen der Ideenreichtum ausgeht, dann können Ihnen vielleicht die Mütter Ihrer Stillgruppe weiterhelfen. Auch Ihre Hebamme verfügt über ein sehr großes Hintergrundwissen in Sachen Stillen und wird Ihnen hier sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vielleicht kann Ihnen auch der Kinderarzt bei Ihrem Problem behilflich sein.


Es bleibt nur zu wünschen, dass Sie den Grund der Verweigerung schnell herausfinden, und gemeinsam mit Ihrem Baby bald eine Lösung finden. Es ist oft nur eine ganz kleine Ursache, die aber für Sie beide als Team eine große Wirkung haben kann.



Wir Mütter von trinken-baby möchten Ihnen noch einmal ans Herz legen, nicht zu verzweifeln, wenn Ihr Baby plötzlich die Brust verweigert. Sondern sammeln Sie all Ihre Kräfte um eine Lösung zu finden, um wieder zur Normalität zurückkehren zu können. Erfahrungsgemäß wir die Welt nach ein paar mühevollen schon wieder ganz anders aussehen.